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Die 10 wichtigsten Tipps für 270er Verfahren

Eigenverwaltungen nach InsO § 270a/b sind inzwischen sehr häufig im Einsatz und werden nicht nur in großen Unternehme eingesetzt. Gleichwohl sind Sie aufgrund des Aufwandes und der finanziellen Notwendigkeiten in sehr kleinen oder stark überschuldeten Unternehmen nicht anwendbar.

Der Hintergrund von Eigenverwaltungen/Schutzschirmen ist dabei häufig folgender:

  • Vermeidung des klassischen Insolvenzverfahrens
  • Zeitgewinn für operative bzw. strategische Neuausrichtung des Unternehmens
  • Rechtssichere Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen
  • Entschuldung
  • Neu-Finanzierung

 Hinzu kommt, dass man den häufig öffentlichkeitwirksamen Weg des „normalen“ Insolvenzverfahrens vermeiden möchte, um mit Kunden und Lieferanten weiterhin arbeiten zu können.

Das Kernziel ist dabei, den Insolvenzplan möglichst schnell aufzubauen und von den Gläubigern genehmigen zu lassen - §270b schreibt dies auch entsprechend vor. Hieraus entsteht ein Zeitdruck für alle Akteure des Verfahrens, der im klassischen Insolvenzverfahren so nicht vorhanden ist.

Die STP Solution hat inzwischen sehr umfangreich Eigenverwaltungen/Schutzschirme für CROs und Sachwalter begleitet, die 10 wichtigsten Tipps und Hinweise lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Sicherstellung von ausreichend Liquidität vor Antragstellung. Ohne Liquidität endet die Eigenverwaltung in einer klassischen Insolvenz.

2. Sichere Vorbereitung des Antrags, zu beachten sind insbesondere InsO §13, §22a, § 56a sowie 270b. Hierzu zählt auch die Einsetzung der richtigen Beteiligten in allen Gremien.

3. Sachwalter und CRO müssen sich „verstehen“. Keine Eigenverwaltung ohne Kooperation und konstruktive Zusammenarbeit.

4. Interimsmanager einsetzen, idealerweise auf beiden Seiten: Der CRO benötigt (falls nicht aus der Insolvenzbranche) insolvenzerfahrene Manager, der Sachwalter entsendet ebenfalls einen Interimsmanager seines Vertrauens, der ihn vertritt. Wenn beide gut kommunizieren und zusammenarbeiten, ist ein Erfolg in der Regel vorhanden.

5. Weitere Spezialisten mit an Bord nehmen, die die operativen Abwicklungsthemen (Tabellenführung bei der Sachwaltung, Insolvenzbuchhaltung im Unternehmen) optimieren.

6. Tabellenführung durch den Sachwalter: Frühzeitiges Befassen (schon im vorläufigen Verfahren). Zur Abstimmung über den insolvenzplan müssen nahezu alle Forderungen geprüft sein. Zeit ist hier der kritische Faktor.

7. E/A-Buchführung (§66 InsO) durch die Eigenverwaltung: Knowhow ist hier nicht immer vorhanden. Outsourcing oder Automatisierung sind Alternativen.

8. Mehrheiten für den Insolvenzplan organisieren: Die Gläubigerversammlungen in Eigenverwaltungsverfahren werden in der Regel emotional geführt. Schon eine Gruppe und dort der größte Gläubiger kann eine Zustimmung verhindern.

9. Alle notwendigen Optionen simulieren und durchrechnen (Liquidierung, Asset Deal und Insolvenzplan). Damit wird ein mögliches Obstruktionsverbot §245 InsO auch vorbereitet.

10. „Mach’s gleich!“. Das gilt auch in vielen anderen Lebenslagen.

Die STP Solution unterstützt Insolvenzverwalter und Gerichte in großen oder komplexen Insolvenzverfahren.

STP Solution unterstützt in Eigenverwaltungen das Unternehmen bei den insolvenzrechtlichen Punkten wie der Erstellung der E/A-Buchführung, durch die automatische Übernahme der Buchungen aus der handelsrechtlichen Buchhaltung.

STP Solution unterstützt Sachwalter durch die Ermittlung von Gläubigern und Forderungen im vorläufigen Insolvenzverfahren, der Erstellung und dem Versand der Gläubigeranschreiben und der deutlich beschleunigten Tabellenführung nach Eröffnung.

STP Solution setzt in Gläubigerversammlungen nach InsO §74 und §235 oder nach SchVG §19, 1 n.F. und § 18-20 a.F. die Lösung Versammlungsmanager ein.

Ihr Kontakt:

Frank Lembke, Geschäftsführer der STP Solution GmbH

E-Mail: frank.lembke@stp-solution.de, Telefon: 0721 8 28 15-458