Aufzeichnung des DIGITALKS zur kennzahlenbasierten Kanzleisteuerung

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Am Dienstag, den 5. Juli 2022, fand unser DIGITALK „Business Intelligence | Kennzahlenbasierte Steuerung für Kanzleien“ statt.

Der vorliegende Artikel will Ihnen Einblicke in den DIGITALK geben; die Aufzeichnung des gesamten DIGITALKS finden Sie über die entsprechende Schaltfläche am Ende dieses Artikels.

Warum es Sinn macht, eine Kanzlei kennzahlenbasiert zu steuern?

In einer Welt, die zunehmend unberechenbar und risikoreicher wird und in welcher die Anforderungen von Mandanten weniger planbar sind, wird auch die Performance als Kanzlei unplanbarer. Partner und Associates müssen ständig und mehr Businessentscheidungen treffen als früher. Deshalb braucht es eine bessere Visibilität in der Kanzlei, wo sie insgesamt steht bzw. wo jeder einzelne Partner, jedes Dezernat oder die einzelnen Associates zahlenmäßig stehen. Nur so gelingt es, den Einsatz jedes Einzelnen optimal zu planen und unternehmerisch zu handeln.

Dreh- und Angelpunkt des DIGITALKS waren die folgenden drei Thesen zur kennzahlenbasierten Steuerung:

  • These 1: Manage your law firm like a firm: Mehr unternehmerisches Handeln ist das Ziel
  • These 2: Eine Grafik sagt mehr als 1.000 Zahlen
  • These 3: Legen Sie Wert auf exzellente Datenqualität

Die Einführung in das Thema gestaltete Jan Karstens, CTO der STP.

Jan Karstens berichtete aus seiner Erfahrung im Bereich Unternehmenssteuerung und transferierte seine Erkenntnisse auf die Kanzleisteuerung. Sein Resümee zu den drei Thesen lautete:

Zu These 1: Kennzahlenbasiertes Arbeiten hilft, sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren und zu definieren, was Erfolg bedeutet. Aus seiner Erfahrung weiß er, auch wenn KPIs vereinfachen und nicht außerhalb Ihres Kontexts betrachtet werden sollten, helfen sie, die Energien im Unternehmen zu bündeln um zielgerichtet zu arbeiten und so erfolgreich zu sein. 

Zu These 2: Gute Visualisierung hilft, verdichtet, vereinfacht – und sorgt so für schnell erfassbare Transparenz, „wie“ man auf dem Weg ist. Vergleichbar mit dem Armaturenbrett im Auto, Englisch Dashboard, das einem auch nicht zeigt, wohin man möchte, denn das wird vorab definiert, doch durchaus zeigt, wie man auf dem Weg ist, ob die Geschwindigkeit stimmt und wie beispielsweise die Öltemperatur ist.

Zu These 3: Was es für Datenqualität braucht, sind gute Prozesse, die digital abgebildet sind. Digitale Prozesse generieren Datenqualität.

Sebastian Schüßler | Rechtsanwalt, Leiter Taskforce Digitale Transformation Geschäftsfeld Rechtsberatung | Rödl & Partner brachte im Folgenden zu jeder der drei Thesen ein kurzes Schlagwort an und ergänzte um eine vierte These:

  • Zu These: What else? Ab einer gewissen Kanzleigröße und -komplexität führt kein Weg daran vorbei.
  • Zu These2: Vollkommen richtig.
  • Zu These 3: Absolute Basis.
  • Eigene Ergänzung – These 4 – „Stelle den Menschen in den Mittelpunkt“; Stichwort „Lawyer Wellbeing“, denn „Nicht nur Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen“ (nach Novalis, deutscher Schriftsteller und Jurist).

Wie Rödl und Partner diese vier Thesen als große Kanzlei konkret angeht, dazu hören Sie mehr in der Aufzeichnung.

Joachim Kämpf | General Counsel | ECE Group Services GmbH & Co. KG schloss sich dem Modell der vier Thesen an.

Gleichzeitig betonte er, was auch schon Jan Karstens erwähnte: Es ist aufzupassen, nicht in eine reine „KPI-Gläubigkeit“ zu verfallen.

Seinen Blickwinkel als General Counsel auf die Thesen unterlegte Joachim Kämpf mit einer Präsentation. Auch er stimmt den Thesen zu und beleuchtet, was er genau darunter versteht und wie sie aus seiner Sicht umgesetzt werden können.

So führt er beispielsweise aus, dass Legal Departments Costcenter im Unternehmen sind und demzufolge – auch nicht durch Steuerung – zu Profitcentern werden. Ihr Mehrwert liegt in exzellenter Rechtsberatung und das ist es auch, wofür Rechtsanwälte in Unternehmen in erster Linie angestellt sind. Doch wird diese Rechtsberatung auch vorausgesetzt, sodass es durchaus darüber nachgedacht werden muss, welcher Mehrwert darüber hinaus generiert werden kann.

Mehr dazu, beispielsweise welche Kern-KPIs Joachim Kämpf für wichtig hält, hören und sehen Sie in der Aufzeichnung.

Im Anschluss an die Referenten eröffnete Prof. Dr. Thomas Wegerich die anregende Diskussionsrunde.

Florian Reh, Rechtsanwalt und Produktmanager für LEXolution.KMS Pro bei STP legte dar, dass die erste These „Manage your law firm like a firm“ ein Leitstern bei der Entwicklung der Kanzleisoftware KMS war. Die These mag heute und für viele selbstverständlich klingen, doch vor gut 10 Jahren war das nicht so. Die Bereitschaft zu kennzahlenbasiert zu steuern war bei Kanzleien damals nur zum Teil gegeben und es gab Partner, die sich über den Punkt damals getrennt und jeweils eigene Kanzleien fortgeführt haben. Die Kanzleien, die sich damals dafür entscheiden haben,  betonten deutlich, was KMS Ihnen gebracht hat und wie sie beispielsweise deutlich mehr Zeiten abrechnen konnten, einfach, weil die Datenbasis dafür da war.

Eine Prognose im Bereich Steuerung für die Zukunft liegt darin, dass es zunehmend auch in die Planung gehen wird, was einen Soll-Ist-Abgleich und damit ein Gestalten in sämtlichen Bereichen möglich macht.

Die gesamte Diskussion ist in der Aufzeichnung enthalten. Lassen Sie sich inspirieren von verschiedenen Standpunkten und Möglichkeiten der kennzahlenbasierten Steuerung.

Alle Inhalte im Detail, inkl. Präsentationsfolien und der anschließenden Diskussion der Teilnehmer finden Sie in der Aufzeichnung des DIGITALKS. Klicken Sie einfach auf die Schaltfläche am Ende dieses Blogposts.

Wir danken allen Teilnehmern, Referenten und Gestaltern des DIGITALKs für eine weitere, sehr erfolgreiche Ausgabe dieses Formats. Unser Dank gilt insbesondere Prof. Dr. Thomas Wegerich, Herausgeber des Deutschen AnwaltSpiegels, der auch diesen DIGITALK wieder perfekt begleitet und moderiert hat.

Das Thema Kennzahlenbasierte Steuerung für Kanzleien interessiert Sie und Sie wollen den DIGITALK im Nachhinein hören?

Die Aufzeichnung des DIGITALKs im Audioformat finden Sie hier:

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